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Alpsommer 2006




Alp Fähberg - Sommerwohnsitz des Aelplers - im Frühling


Die Vorbereitungen

Jeder Alpsommer muss vorbereitet werden, bevor die Sömmerung beginnen kann: Die Ställe müssen hergerichtet, die Zufahrten in Stand gestellt und die Zäune gesetzt werden. Verantwortlich für diese Arbeiten sind die Alpmeister Daniel Jud und Peter Jud. Bei den verschiedensten Arbeiten werden sie tüchtig unterstützt vom Älpler Kurt Hugentobler.

Dass das Wetter auch in den Bergen nicht immer mitspielt, ist das Los der Aelpler: Das eine Mal regnet es zu viel oder zu heftig, dann überrascht der Schnee, oder in diesem Sommer war es lange sehr heiss, so dass die eine oder andere Quelle versiegte: Wasser musste auf die Alpen transportiert werden, damit die Tiere genügend Flüssigkeiten hatten.

Während des Sommers gibt es aber weitere Arbeiten - für Aelpler, Alpmeister und Bauern - zu erledigen. Dazu erhalten Sie u.a. einen kleinen Einblick in das Unkraut mähen.

Weiter unten finden Sie einige Eindrücke der Vorbereitungen für den Alpsommer 2006 und über die Kapriolen des Wetters 2006.


Streunen

Streunen ist eine weitere Aufgabe auf den Alpen, die die Alpmeister zusammen mit dem Aelpler erledigen. Hier einige Eindrücke. Die Arbeiten werden auch genauestens vom Vieh beobachtet!













Wassertransport

Manchmal ist es auf den Alpen zu kalt, zu nass, zu regnerisch. Ein ander Mal ist es - wie in diesem Sommer - sehr lange heiss, so dass die Quellen versiegen und die Alpmeister die Tiere mit Wasser aus dem Tal versorgen müssen.




Alpmeister Daniel Jud transportiert Wasser zum Unterschössli


Unkraut mähen

Schöne Alpen entstehen nicht von selber. Die Pflege der Alpweiden hat nach wie vor eine grosse Bedeutung - und dazu ist Handarbeit gefragt. Das Unkraut muss meist auch an den unbequemsten Orten gemäht werden. Doch dieses Handwerk wird weiter geführt: Früh übt sich der kleine Bub vom Brüschberg!









Mittagsrast

Die Mittagsrast beinhaltet nicht nur die Einnahme der Mahlzeit. Es ist auch die Zeit für die gegenseitige Stärkung, für Diskussionen und für das Absprechen der weiteren Arbeiten.





Zwischenpausen

Auch die Zwischenpausen sind wichtig, ist doch die Arbeit des Unkraut mähens sehr anstrengend.






Erste Vorbereitungsschritte für den Alpsommer

Sobald der Schnee weg ist, beginnen die ersten Vorbereitungsarbeiten, damit so schnell wie möglich anfangs Mai die Tiere auf die Alpen gebracht werden können. Die Spuren des Winters müssen weggeräumt werden, Pfähle bereit gestellt und die erste Zaunarbeiten gemacht werden. Auch an den Gebäuden gibt es immer wieder kleinere oder grössere Reparaturen, die ausgeführt werden müssen.


Einige Vorbereitungsarbeiten konnten auch bei schönstem Wetter ausgeführt werden. Mensch wie Tier geniessen die ersten warmen Sonnentage.




Fritz Jud, Brüschberg, Niklaus Jud, Blochberg, und Aelpler Kurt Hugentobler beim Mittagessen. Auch die Geissen geniessen diesen ersten Ausflug.


Zäunen

Jeden Frühjahr müssen die Zäune neu erstellt werden. Bauern, die Alpviehsömmern, leisten jedes Jahr sog. Tagwerke. Pius Jud, Stollenberg, und Willi Fäh, Haslen, sind an der Arbeit auf Fähberg.






Strassensanierung

Das Unwetter im August 2005 hat auch die Strasse vom Unterschössli in Richtung Fähberg in Mitleidenschaft gezogen. Die grossen Reparaturarbeiten wurden rechtzeitig ausgeführt. Jetzt konnte die Feinbekiesung an die Hand genommen werden. Alpmeister Daniel Jud und Werkmeister Paul Jud haben diese Arbeit übernommen.








Rutsch in Wassersammler

Wieder gab es einen kleinen Erdrutsch in den Wassersammler auf Fähberg.





Stallumbau

Auf Grund der neuen Tierschutzverordnung mussten in den Alpställen einige Anpassungen vorgenommen werden. So wurden an einigen Orten die Läger (Liegestelle für die Tiere) verlängert, an anderen Orten musste der Barren angehoben werden.








 

Und erst jetzt kann der Alpsommer 2006 richtig los gehen!


Die Alpauffahrt 2006

Am Samstag, 20. Mai 2006, erfolgte die Alpauffahrt zu den Alpen Oberhag und Steinegg. Der Alpsommer wird bis gegen Ende September 2006 dauern. Aelpler ist auch in diesem Jahr Kurt Hugentobler, der bis im Herbst wieder den schönsten Bart in der ganzen Umgebung haben möchte. Nachfolgend einige Impressionen der Alpauffahrt.


Ganz gespannt sind die Geissen, was denn nun vom Tal hinauf kommt. Geradezu idyllisch mutet diese Bild an mit dem saftigen Frühlingsgras im Vordergrund und mit Chuemettler und Federi im Hintergrund.




Vom Dorf herauf kommen sie gezogen und fahren über den Cholplatz weiter. An vorderster Front Alpmeister Daniel Jud.







Und weiter geht es über die Vorderwiti zum Oberhag.







Die Tiere haben den Alpstall Oberhag erreicht und können sich nun ausruhen und den Alp-Sommer geniessen.




Von Ausruhen kann bei den vielen Helferinnen und Helfern noch keine Rede sein. Erst jetzt kommt der "strengere" Teil für die Nebendarsteller/innen.




Und so klingt der Tag aus. Gute Helferinnen zaubern die feinsten Sachen auf den Tisch in der Alphütte Steinegg.



Am Fenster Fritz Jud, Rietstrasse, rechts davon Alpmeister Daniel Jud.


Und das Wetter zeigte sich von einer andern Seite

Noch war nicht viel vom Sommer zu spüren. In den letzten Tagen machte aber das Wetter Purzelbäume. Diese Fotos sind nicht vom letzten Winter, sondern wurden am 31. Mai 2006 auf den Maseltranger Alpen aufgenommen.





Die Tiere mussten auf Oberhag gestallt werden.





Trübe Aussichten (in den Sommer)





Eine Heulieferung wurde nötig. Paul Jud und Hannes Jud an den "Horeschlitten", bereit zur Abfahrt.





.....  und so geht es weiter in Richtung Oberhag. Bilder wie im tiefsten Winter!




Und nun machen sich die Tiere über das frisch gelieferte Heu her.