
Der Wald besitzt auch heute noch eine wirtschaftliche Bedeutung als Lieferant des umweltfreundlichen und nachwachsenden Rohstoffs und Energieträgers Holz. Daneben hat der Wald grossen ökologischen Wert und erfüllt eine wesentliche soziale Funktion.
Leider hat das Holz seinen finanziellen Wert verloren: Die Bewirtschaftungskosten können kaum noch mit den Erträgen gedeckt werden. Zudem fielen zentrale, dringend benötigte kantonale Subventionen weg, namentlich für die defizitäre und erschwerte Holzschläge, für Sturmschäden oder für Aufwendungen bei Borkenkäferbefall. Suventionen werden lediglich noch ausgerichtet für die Jungwaldpflege.
Die Ortsgemeinde Maseltrangen besitzt 113 ha Waldfläche. Die Waldungen können in zwei ganz unterschiedliche Lagen eingeteilt werden:
Der jährliche Hiebsatz beträgt 700 fm (Festmeter).
Zuständig für den Wald ist Werkmeister Bruno Tremp. Er wird unterstützt vom Revierförster Fritz Jud, Kaltbrunn (näheres über Fritz Jud lesen Sie weiter unten). Die Waldungen von Maseltrangen sind der Waldregion 4 See (Ausführungen über die Waldregionen siehe weiter unten!) unter der Leitung von Regionalförster Rolf Ehrbar zugeordnet. Zusammen mit den Ortsgemeinden Rufi, Rüttiberg und Dorf bildet Maseltrangen die Forstgemeinschaft Schänis. Dieses Gebiet, also Schänis-Nord, gehört seit 2006, Aufhebung des Forstreviers Schänis, zum Forstrevier Kaltbrun; Schänis-Süd gehört zum Forstrevier Benken.
Die Hauptbaumart in den Ortsgemeindewaldungen ist die Fichte (Rottanne). Daneben haben die übrigen Nadelbäume wie Lärche, Tanne (Weisstanne), Eibe und Douglasie eine geringere Bedeutung.
Bei den Laubbäumen ist die Buche die wichtigste Baumart. Weiter sind Ahorn, Eschen, Eichen usw. zu finden.
Vor allem im Gasterholz besteht ein artenreicher Jungwald. Bewundernswert sind die grosse Eiche im Gasterholz und der Ahorn auf Unterschössli.
Die Pflege und Bewirtschaft der Wälder werden durch den Werkmeister oder durch die Forstgemeinschaft Schänis ausgeführt. Grundlage dazu bildet der Mehrjahresplan.
Grosses Augenmerk wird auf die gedeihliche Waldentwicklung gelegt: Die Ortsgemeindewaldungen werden naturnah und nachhaltig bewirtschaftet, das heisst, dass der Holzvorrat und die Waldfunktionen erhalten bleiben. Holz aus dem Maseltranger Wald besitzt das FSC-Label (Zertifizierungshinweis). (FSC steht für Forest Stewardship Council und fordert von Forstbetrieben den Nachweis, dass sie ihr Holz nach strengen Umwelt- und Sozialkriterien produzieren.)
Der Kanton St. Gallen ist in fünf Waldregionen aufgeteilt. Sie sind die Repräsentanten des Kantonsforstamtes vor Ort. Jede wird von einem Regionalförster betreut. Sie nehmen dabei die folgenden Aufgaben war:
Die Waldregion 4 See setzt sich wie folgt zusammen:
Hier erhalten Sie eine Übersicht über die Waldregionen und deren Mitglieder.
Der Regierungsrat des Kantons St. Gallen hat am 5. April 2005 die ersten fünf Waldentwicklungspläne erlassen: "Notker", "Werdenberg-Süd", "Gommiswald-Rieden-Kaltbrunn-Benken", "Churfirsten" und "Region Rorschach". Die Waldentwicklungsplanung ist die überbetriebliche, strategische Waldplanung, in der die Ziele der Waldentwicklung sowie die Bewirtschaftungsgrundsätze festgelegt und die Waldfunktionen gewichtet werden.
Hier ein Auszug aus dem in nächster Nähe entstandenen Waldentwicklungsplan Gommiswald-Rieden-Kaltbrunn-Benken:
"Der WEP Gommiswald-Rieden-Kaltbrunn-Benken erstreckt sich über das Gebiet zwischen dem Rickenpass bzw. der Linth und dem Speer. Die Waldfläche beträgt ca. 1'900 ha. Es herrschen voralpine Verhältnisse mit eher rauhem Klima und hohen Niederschlägen. Dementsprechend dominieren Tannen-Buchen- und Tannen-Fichtenwälder. Diese Waldstandorte weisen ein grosses Potential für Auerwildlebensräume auf, aber auch andere wichtige Vogelarten sind noch häufig. Deshalb sind naturschützerische Interessen in diesem Planungsgebiet sehr bedeutsam.
Die Wälder erfüllen auf den oft feuchten bis nassen Molasse- und Moräneböden vielfältige Schutzfunktionen gegen Naturgefahren. ausserdem ist diese Region ein beliebtes Erholungsgebiet für die Einwohner des Linthgebietes und der angrenzenden Kantone Zürich und Schwyz. Die Waldstandorte weisen gute Wuchsbedingungen auf, so dass die Nutzfunktion für die Waldeigentümer und die Holzwirtschaft bedeutsam ist. Intensive Wechselbeziehungen bestehen mit der Land- und Alpwirtschaft. Es überlagern sich also viele Interessen.
Das Planungsgebiet WEP Gommiswald-Rieden-Kaltbrunn-Benken hat eine Gesamtfläche von 5'844 ha.
Weitergehende Informationen können auf der kantonalen Informationsplattform zum Wald entnommen werden.
Seit 1. Februar 2006 gehört das Forstrevier Schänis-Nord, die Waldungen der Ortsgemeinden Dorf, Rufi, Rüttiberg und Maseltrangen, zum Forstrevier Kaltbrunn, unter der Leitung von Revierförster Fritz Jud. Zuständiger Regionalförster ist Rolf Ehrbar.
Fritz Jud ist 1947 in Maseltrangen geboren und hier aufgewachsen. Er absolvierte von 1964 bis 1967 im Kloster Wurmsbach die Forstwartlehre und arbeitete anschliessend beim Forstamt der Stadt Zürich. 1969 bis 1970 folgte die Försterschule, damals noch in Landquart. Den zweijährigen Aufenthalt in Australien benutzte er nicht nur zur Spracherlernung sondern auch für Arbeiten in diversen Bereichen. Nach einem nochmaligen Arbeitseinsatz bei der Stadt Zürich wurde Fritz Jud auf Oktober 1974 zum Förster von Quarten gewählt. Wegen dem persönlichen Bezug zum Linthgebiet freute er sich, als er auf den 1. Januar 1980 zum Förster von Kaltbrunn gewählt wurde. Seit 1. Februar 2006 ist er auch wieder in seiner alten Heimat Maseltrangen tätig!